Bridge of Spies

Es hat in der Nacht geschneit und alles ist schön weich unter den Schuhen. Der lange langsame Lauf steht auf dem Programm. Park Babelsberg, Schloss Cecilienhof, Pfingstberg, Bornstedter Feld,  die große Außenrunde durch den Schlosspark Sanssouci und durch die Stadt zurück. Gute 22 Kilometer durch die weiße Pracht und die Geschichte Preußens. Im lockeren Laufschritt geht es erst einmal über die Glienicker Brücke. Derzeit in den Kinos zu bewundern als Schauplatz des Steven Spielberg Films mit Tom Hanks „Bridge of Spies“. Bei den Dreharbeiten wurde die Brücke extra künstlich beschneit. Im Gegensatz zu Spielberg und Hanks brauchen wir aber keinen Kunstschnee – das schafft der Januar auch so.

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Die Glienicker Brücke ist die Grenze zwischen Berlin und Potsdam und war bis 1989 auch Grenze zwischen der DDR und West Berlin. Es ist reiner Zufall, dass die Brücke heute überhaupt noch steht, denn in den letzten Kriegstagen 1945 hatte die Wehrmacht die Brücke bereits mit genug Sprengladungen versehen, um sie vollständig zu zerstören. Doch entgegen den Erwartungen der deutschen Pioniere kam die Rote Armee nicht aus Richtung Berlin, sondern aus der entgegengesetzten Richtung durch die Potsdamer Innenstadt. Für die Brücke ein Glück, denn bei den Kämpfen wurde sie zwar beschädigt, blieb aber stehen. Richtig berühmt wurde sie aber erst im Kalten Krieg. An der Nahtstelle zwischen den Blöcken diente sie mehrmals als Ort für den Austausch von Agenten, zum letzten Mal 1986.

WP_20160117_13_02_59_ProMöge die Macht mit mir sein. 🙂 Der Pfingstberg, etwas bearbeitet

Es sind die langen Läufe, die den Geist klar machen. Denn erst wenn der letzte Gedanke den Kopf verlassen hat, ist man mit sich allein…atmen, laufen, loslassen und spüren was der Körper macht…leider legen diese Läufe auch gnadenlos meine Schwachstellen offen. Derzeit sind es das verdammte Genick und die Schultern. Es fühlt sich an, als hätte mir ein grinsender Sadist ein Warndreieck aus glühendem Edelstahl eingenäht. Aber – Erkenntnis 2016 Nummer 4 – Jammern hilft nichts, gegen gar nichts. Ich werde ab morgen etwas für die Schultern tun…es ist ein Fehler zu denken, dass man mit den Beinen läuft…

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